Und führe mich nicht in Versuchung....

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Schon von Kindern wissen wir, dass genau die Dinge interessant sind, die verboten sind und das Regeln gerne mal dazu da sind, um gebrochen zu werden.

Doch wenn wir ehrlich zu uns sind, sind auch wir Erwachsenen nicht davor gefeit, uns für die Dinge zu interessieren, die vielleicht nicht so gut für uns sind. Gerade diese Dinge lösen einen gewissen Reiz bei uns aus.

Die Tage musste ich das wieder mal am eigenen Leib erfahren.

 Obwohl ich als Christin klare Werte und Prinzipien habe und es mir wichtig ist, so zu leben wie es Gott gefällt, tue ich manchmal genau die gegenteiligen Dinge und frage mich hinterher: "Warum?"

Zum Glück ist die Bibel wieder einmal total ehrlich und realitätsnah. So schreibt Paulus über dieses Thema: 

Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht;

sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.

Römer 7,19

 

Eigentlich möchten wir das Richtige tun, doch manchmal ist unser Fleisch stärker als unser Geist!

Jesus sagt:

Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.

Markus 14,38

 

Deshalb brauchen wir die Hilfe von Gott, um das Gute in unserem Leben zu tun und das Schlechte zu lassen!

Das Gute ist, wenn wir einmal wieder in etwas hineingetappt sind was wir nicht wollten, können wir ehrlich mit Gott darüber sprechen und ihn um Vergebung bitten. Denn für jede Sünde, die wir getan haben oder noch tun werden, ist Jesus am Kreuz gestorben. Durch ihn ist für uns jederzeit ein Neuanfang möglich! Genial oder? Und absolut befreiend!

Als ich die Tage in die Falle getappt bin, habe ich genau das getan. Ich habe Jesus davon erzählt und ihm gesagt, das es mir leid tut und ich ihn um Entschuldigung bitte! Und danach ging es mir wirklich besser.

Das Jesus uns immer wieder vergibt, ist jedoch kein Freibrief schlechte Dinge leichtfertig zu tun! Doch wenn wir verstanden haben, was es Jesus gekostet hat, für unsere Schuld zu sterben, und was er durchlitten und durchlebt hat, können wir es eigentlich gar nicht auf die leichte Schulter nehmen!

Um gut damit umzugehen, können wir auch präventiv tätig werden. Zum Beispiel indem wir eine ehrliche Bestandsaufnahme machen und uns die Dinge anschauen, die uns schwerfallen und uns zu schlechtem Verhalten führen wollen. Wenn wir diese Dinge entlarvt haben, können wir überlegen, wie wir ihnen zukünftig aus dem Weg gehen und sie vermeiden können. 

In manchen, sehr hartnäckigen Situationen, hilft es auch, eine weitere Person mit ins Boot zu holen und sie zu bitten, gemeinsam mit uns auf diese Sache zu schauen. Sind Dinge erst einmal offengelegt, verlieren sie oft schon ihren Reiz. Diese vertraute Person kann uns dann in gewissen Abständen immer mal auf diese Sache ansprechen und fragen, wie es damit gelaufen ist. Ist sie zudem noch gläubig, kann sie mit dafür beten. Ich habe das auch Mal in einer Situation gemacht und das war richtig gut und befreiend!

Das Letzte und Wichtigste was wir tun können, ist die Zeile aus dem Vater Unser zu beten:

Und führe uns nicht in Versuchung!

Matthäus 6,13

 

Jesus selbst hat uns das Vater Unser als Gebet geschenkt. Und es ist doch interessant, dass es diese Passage in dem Gebet gibt.

Jesus wusste, dass wir als Menschen immer wieder in Versuchung geraten, schlechte Dinge zu tun und ungesunde Entscheidungen zu treffen. Und er weiß es nicht nur theoretisch von uns, er hat selbst Versuchungen erlebt (zum Beispiel in der Wüste, wo er mehrfach vom Teufel versucht wurde Matthäus 4,1-11).

Der Unterschied zu uns war nur der, dass Jesus der Versuchung nicht nachgegeben hat und er nicht gesündigt hat. Dies ging aber auch nur, weil er nicht nur Mensch wie wir war, sondern zugleich auch Gott.

Mir hilft es sehr, dass Jesus selbst viele Dinge erlebt hat, mit denen er gekämpft hat und die ihm zu schaffen gemacht haben! Er redet nicht von oben herab, sondern aus eigenem Erleben heraus. In welcher anderen Religion gibt es das, das sich ein Gott verletzbar und menschlich macht? Das ist einzigartig und sehr besonders! Und das liebe ich an dem Gott der Bibel!

Weil Jesus aber zugleich auch Gott ist und mit dieser göttlichen Kraft in uns lebt, wenn wir ihn in unser Leben aufgenommen haben, sind wir dann auch in der Lage, gegen das Schlechte anzugehen und sind diesem nicht schutzlos ausgeliefert. 

Als Kain damals versucht wurde, seinen Bruder Abel aus Eifersucht zu töten, sagt Gott zu ihm:

Wenn du jedoch Böses planst, dann lauert die Sünde schon vor deiner Tür.

Sie will dich zu Fall bringen, du aber beherrsche sie!

1.Mose 4,7

 

In diesem Sinne wünsche ich dir und mir, dass wir mit Gottes Hilfe den Versuchungen unseres Lebens widerstehen können. Aber zugleich, dass wir auch gnädig mit uns sind, wenn es uns nicht gelungen ist. Wir dürfen die Vergebung von Jesus dafür in Anspruch nehmen und Freiheit und einen Neuanfang erleben!

Dazu segne uns Gott!

Eure Danny 

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